Zielformulierung im Marketingkonzept. Tipps und Tricks für die richtigen Ziele deiner Marketingstrategie in dem Musikbusiness.

Wo siehst du dich in 2 Jahren?

Vielleicht träumst du wie viele den großen Traum vom Superstar. Oder wie schön wäre es doch, einmal in der Olympia-Halle zu spielen. Aber jetzt mal ernsthaft. Wenn du das schaffen möchtest braucht es mehr als nur einen Traum. Es braucht eine Strategie, die dich Schritt für Schritt zum Erfolg führt.

„Du bist heute, was du gestern gedacht hast“ – Buddha

Marketing ohne konkrete Ziele ist wie ein Boot auf dem Meer, das ohne Kompass umhertreibt. Man verschwendet seine Ressourcen in Form von Zeit und Geld ohne reelle Chance auf Erfolg. Zudem wird eine Erfolgskontrolle der Marketingmaßnahmen ohne zuvor festgelegte Ziele unmöglich. Ziele dienen außerdem zur Orientierung, Lenkung und Motivation.

Ich zeige dir, wie du deine ganz persönlichen Ziele findest.

Los geht’s!

Basierend auf den Ergebnissen der Situationsanalyse werden nun die konkreten Marketingziele definiert.

Die Formulierung von Zielen

Für die Zielformulierung eignet sich die SMART-Formel, die alle Anforderungen an ein gutes Ziel vereint. Ziele sollten somit immer folgende Eigenschaften vereinen:

Smart Ziele Marketingstrategie Musikbusiness
Das SMART-Prinzip

Schritt für Schritt zum Erfolg

Achte darauf, dass du dir nicht eine Wand von scheinbar unerreichbaren Zielen mauerst. Das demotiviert dich bereits von vornherein. Breche z.B. Jahreszahlen auf kleine überschaubare Größen herunter. Berechne beispielsweise, wie viel Umsatz du in der Woche, im Monat, im halben Jahr usw. machen musst, um dein Jahresziel zu erreichen. Achte aber auch darauf, dass es Monate gibt in denen Verkäufe oder Konzerte stagnieren. Kalkuliere also Pufferzeiten mit ein, damit bei unvorhergesehenen Ereignissen nicht deine ganze Planung dahin ist.

Die Zielarten: Quantitative und qualitative Ziele

Was ist ein quantitatives Ziel?

Sie sind klar messbar, gut kontrollierbar und haben oft einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Z.B.:

  • Vorgaben von Umsätzen und Gewinn
  • Steigerung des Marktanteils
  • Vorgaben zu Kosten
  • Soll der akquirierten Neukunden/Veranstalter

 

Beispiele für quantitative Ziele:

Was ist ein qualitatives Ziel?

Sie betreffen die eher weichen Bereiche. Sie müssen mit Indikatoren versehen werden, um den Erreichungsgrad zu kontrollieren. Z.B.:

  • Imagebildung
  • Bildung von Vertrauen und Zuverlässigkeit
  • Aufbau und Pflege einer Identität
  • Steigerung des Bekanntheitsgrads
  • Verkürzung der Produktionszeit für einen Titel/Album
  • Verbesserung der Soundqualität (Live, Studioaufnahmen)

 

Beispiele für qualitative Ziele

Beispiele für Ziele nach der SMART-Formel

Funktionen der Ziele

Orientierungs- und Lenkungsfunktion

Wohin soll die Reise gehen? Ressourcen, Energien, Instrumente und Maßnahmen können systematisch auf ein gemeinsames Ziel gerichtet werden. Gut ist, wenn alle an einem Strang ziehen, noch besser, wenn sie in die gleiche Richtung ziehen. Ziele dienen auch als Orientierung bei der Verteilung knapper Ressourcen wie Zeit und Geld. Auch die Zuordnung entsprechender Werte und Prioritäten zu Zielgruppen dienen der Orientierung und Lenkung.

 

Kontrollfunktion

„You can’t manage what you don’t measure!”.

Ohne definierte Ziele keine Erfolgskontrolle. Der Vergleich der angestrebten Ziele und Ergebnisse gibt Aufschluss darüber, ob die Marketing-Maßnahmen erfolgreich waren oder nicht. Sie liefern auch Anregungen dazu, was du künftig anders oder besser machen kannst.

 

Motivationsfunktion

Dazu zählen monetäre und nicht-monetäre Anreize.

Nicht-monetäre Anreize könnten hier z.B. ein besseres Image, größerer Bekanntheitsgrad, mehr Facebook-Likes etc. sein. Monetäre Ziele wären z.B. Erlöse aus CD-Verkäufen, höhere Gagen für Konzerte, Gema-Erlöse usw.

Wichtig dabei: Die Ziele müssen realistisch sein!

Sonst bewirken Ziele genau das Gegenteil. Das Gefühl, auch bei größter Anstrengung die Ziele nicht erreichen zu können sorgt für Frustration und Demotivation.

Da sind wir wieder beim Traum vom Superstar. Ein Traum/ eine Vision ist absolut wichtig. Geplante Teilziele sorgen aber dafür, dass du nicht irgendwann deinen Traum frustriert zu den Akten legst weil er unerreichbar scheint und dich „erdrückt“.

Die Motivationsfunktion kann sich zudem auch auf das Umfeld übertragen. Ehrgeizig formulierte und kommunizierte Ziele können z.B. Personen, Musiker und Fans dazu motivieren, euch bei eurer Zielerreichung zu unterstützen. Z.B. bei Votings, in Wettbewerben oder der Vorstellung eures neuen Songs.

 

Was ist also nun zusammenfassend wichtig für deine Zielformulierung?

Tipps für deine Zielformulierung

  1. Achte bei der Formulierung auf die SMART-Formel
  2. Formuliere deine Ziele schriftliche und positiv
  3. Definiere sowohl qualitative als auch quantitative Ziele
  4. Unterteile Ziele in erreichbare Einzelschritte (z.B. Jahresziel in 12 Monatsziele)
  5. Rechne Pufferzeiten ein
  6. Schreibe die Ziele auf ein Blatt und hefte es bei deinem Schreibtisch in Sichtweite an die Wand
  7. Schenke deinen Zielen immer die volle Aufmerksamkeit
  8. Ermittle regelmäßig, wie weit du noch von deinem Ziel enfernt bist
  9. Feiere die Erreichung deiner Ziele und Teilziele. Damit bleibst du stets motiviert für neue Aufgaben.