Mit diesen vier Marketinginstrumenten spielst du die 1. Geige Teil zwei

Nachdem du bereits die Produktpolitik, Preispolitik und Distributionspolitik in Teil 1 der Marketinginstrumente kennen gelernt hast, folgt nun der 2. Teil.

Hier lernst du das letzte „P“ – die Kommunikationspolitik kennen.

 

Doch wie pickst du dir denn nun das Beste aus den verschiedenen Marketinginstrumenten heraus?

Und vor allem: Wie setzt du das Gelernte in die Tat bzw. Praxis um?

Das und viele weitere nützliche Tipps von mir lernst du nun im 2. Teil der Marketinginstrumente kennen…

Die Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik im Marketing inkludiert alle verkaufsfördernden und imagebildenden Maßnahmen.

Der Einsatz der Instrumente hängt von den Gewohnheiten und Eigenschaften der Zielkunden ab.

Relevante Elemente der Kommunikationspolitik sind:

  • Werbung (inkl. Online-Marketing)
  • Verkaufsförderung
  • Direkte Kommunikation
  • Messen und Veranstaltungen
  • Event Marketing
  • Sponsoring
  • Public Relations (inkl. Corporate Identity)
  • Markenpolitik

 

Die Instrumente der Kommunikationspolitik können eingesetzt werden für

  • Produkteinführungen
  • Umsatzerhöhung
  • Gewinnung von Neukunden
  • Steigerung des Bekanntheitsgrads
  • Pflege des Vertrauens
  • Übertragung von Emotionen
  • Imagepflege
  • CRM (Customer-Relationship-Management)
  • Motivation
  • Ausgleich saisonaler oder produktionsbedingter Schwankungen
Instrumente der Kommunikationspolitik
Instrumente der Kommunikationspolitik

Wie erreichst du deine Zielgruppe?

Nun kommen wieder die in der Situationsanalyse erstellten Personas zum Einsatz. Mithilfe derer kannst du dich in deine fiktiven Zielpersonen hineinversetzen, um folgende wichtige Fragen beantworten zu können:

1. Beeinflusser

Wer kann die Kaufentscheidung positiv/negativ beeinflussen? Sind es z.B. die Familie, Freunde oder Verkäufer vor Ort?

2. Kaufentscheidungskriterien

Weshalb entscheidet sich der Käufer für das Produkt? Sind es der Preis, das Design, Image, Qualität, oder andere Kriterien?

3. Anknüpfungspunkte

Welche Medien werden von der Zielgruppe genutzt und über welche Kanäle können Botschaften am besten kommuniziert werden? (Siehe Persona)

Anknüpfungspunkte Kommunikation
Anknüpfungspunkte Kommunikation
Ausrichtung der Kommunikation

Du musst identifizieren, welche Faktoren für deine Kunden bei der Kaufentscheidung am wichtigsten sind und deine Kommunikation entsprechend ausrichten.

  • Wie kannst du deine Zielgruppe erreichen? (Webseite, soziale Netzwerke, Printmedien, …)
  • Wo informiert sich deine Zielgruppe? (z.B. über Portale für Bands)
  • Wie kannst du deine Zielgruppe positiv beeinflussen? (z.B. Benefizkonzerte, Rabatte, Spendenaktionen, …)

 

Die Kommunikationspolitik und die Strategie

Die Ausrichtung muss auf jeden Fall zu deiner Positionierung passen.

Je höher der Preis, desto wichtiger ist auch das Image. Deshalb sind bei einer Hochpreispolitik auch gesteigerte Investitionen in die Imagebildung und Werbung nötig und umgekehrt. Zu einem Qualitätsimage passen wiederum aggressive Rabattaktionen weniger gut.

 

Effizienz der Werbung

Um dein Geld effizient zu verwenden, solltest du das Kosten/Nutzen-Verhältnis im Auge behalten. Dazu musst du die Reichweite in das Verhältnis zu den Gesamtkosten stellen. Guerilla Marketing z.B. ist eine effiziente Form der Werbung.

Der zweite wichtige Punkt für effiziente Werbung sind Streuverluste. Du solltest deine Zielgruppe über möglichst passgenaue Kanäle ansprechen, um Streuverluste zu vermeiden.

Effizienz-Verhalten der Werbung
Effizienz-Verhalten der Werbung

Das beste von jedem „P“ – der Marketing-Mix

Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik ergeben gemeinsam den Marketing-Mix. Die Zusammensetzung des Marketing-Mix ist abhängig von der zuvor gewählten Marketingstrategie.

Bei der Wahl der Instrumente kommt es vor allem darauf an, welche Faktoren die Bedürfnisse deiner Kunden am besten bedienen. Es geht um die Kombination und Abstimmung der verschiedenen Maßnahmen zur Erreichung deiner Ziele. Mehr dazu erfährst du in der 5. Phase, in der es um den Marketing-Mix und die Realisierung des Marketingkonzepts geht.

 

Tipps für die Praxis

Werbung

Die klassische Werbung ist nach wie vor ein geeignetes Mittel für Bands und Künstler. Veranstaltungen, neue Alben und Tourneen mit Flyern, Plakaten und Fahrzeugwerbung, sozialen Netzwerken und Newsletter zu bewerben sind mit niedrigen Kosten verbunden und erzeugen gute Reichweiten.

Auch Veranstaltungen z.B. in Form von Konzerten dienen der Werbung. Du kannst deinen Bekanntheitsgrad steigern, ein Image aufbauen, mit den Kunden kommunizieren und Emotionen hervorrufen. Generell ist die Neigung von Kunden, ein Event als Werbung zu akzeptieren, weitaus höher.

 

Sponsoring

Wirst du gesponsert, hast du einen Nutzen in Form von Geld. Sponserst du z.B. andere Künstler/Bands, Wettbewerbe oder Events, können sich das positive Image und Emotionen auf dich/dein Produkt übertragen. Du kannst den Kontakt zu deiner Zielgruppe pflegen, deinen Bekanntheitsgrad erhöhen und diese Werbung wird nicht als störend empfunden.

 

Verkaufsförderung

Zur Verkaufsförderung kannst du Gutscheine für deinen Online-Shop anbieten oder kostenlose Downloads für deine Musik. Auch Verlosungen zur Bewerbung deiner Homepage oder Seiten in sozialen Netzwerken sind ein beliebtes Mittel.

Durch „Teilen“, „Liken“, „Kommentieren“, oder Newsletter-Eintragungen können Personen an der Verlosung teilnehmen. Dadurch bindest du den Kunden an dein Produkt. Zum anderen verfolgt dieser zumindest für die Laufzeit der Verlosung verstärkt deine Informationen.

Auch Fans, Follower oder Freunde dienen zur Verbreitung von Botschaften. Vorsicht bei Rabattaktionen oder ähnlichem. Diese können auch deinem Image schaden!

 

Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)

Zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen der Internetauftritt, Videos und Fotos, Anzeigen, publizierte Jubiläen, sowie Pressekonferenzen, Interviews und Beiträge in Fachzeitschriften.

Neben Reichweite, Imagepflege oder Information geht es um einen entscheidenden Vorteil: Informationen, die über Medien über dich verbreitet werden, genießen deutliche höhere Glaubwürdigkeit, als wenn du das selbst machst. Sorge dafür, dass z.B. die Zeitung, Radio oder Fernsehen über deine Erfolge berichtet.

 

Corporate Identity

Die Corporate Identity (CI)sorgt für deinen Wiedererkennungswert.

Im Rahmen der Außendarstellung deiner Musik solltest du alle Aktivitäten so koordinieren und bündeln, dass sie dein Image und die Wirkung in der Öffentlichkeit in die von dir gewünschte Richtung lenken.

Die CI gliedert sich in Corporate Design, Corporate Communications und Corporate Behaviour.

Das Corporate Design umfasst Elemente wie das Logo, Bühnenoutfit, Produktpalette, CD-Cover und vieles mehr. Wichtig ist hier ein einheitlicher Stil, Farben, Schriftarten usw.

Die Corporate Communication legt fest, wie und in welcher Form du kommunizierst.

Die Gestaltung der Werbung, Titel von Tourneen, Bühnenansagen oder wie du dich in Interviews verkaufst zählen dazu. Auch das sollte zu deinem Image und zu deiner Positionierung passen.

Corporate Behaviour ist das Verhalten nach außen.

Wie präsentierst du dich als Musiker? Wie gehst du mit Mitarbeitern und Partner um? Vergütung/Wertschätzung von Mitarbeitern und der Umgang mit Kritik spielen hier ebenso eine Rolle.

 

Wie geht es weiter?

Wie bereits erwähnt, gibt es nicht die eine Maßnahme.

Auf den Mix kommt es an!

Wie du nun den perfekten Cocktail aus den „Ps“ zusammen mischst zeige ich dir in Phase 5.