Blockchain Technologie: Funktion, Vorteile, Nachteile, Prozesse, Begriffe.

Alle reden von der Blockchain-Technologie als die Lösung für alle Probleme der (nicht nur) Musikindustrie.

Aber was ist die Blockchain-Technologie genau und wie funktioniert sie?

Als Basis für meine Beiträge über die Blockchain-Technologie findest du hier die Antworten:

  • Was ist die Blockchain-Technologie?
  • Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?
  • Was bedeuten die verschiedenen Begriffe?

Sehr anschaulich werden die Grundlagen in diesem Video erklärt:

So, jetzt hast du mal eine grobe Vorstellung um was es hier eigentlich geht. Das war natürlich etwas oberflächlich.

Lass uns deshalb nun tiefer in das „Blockchain-Universum“ eintauchen 😉

Was ist eine Blockchain und wie funktioniert sie?

Eine Blockchain ist eine dezentrale Datenbank. D.h. sie ist nicht auf einen zentralen Intermediär (z.B. eine Verwertungsgesellschaft) angewiesen. Die Transaktionen werden nämlich dezentral auf dem Computer des Anbieters, Nachfragers und der anderen Netzwerkmitglieder gespeichert. Die Blockchain enthält eine stetig wachsende Liste von Blöcken, in denen Datensätze gespeichert werden. Diese Datensätze sind das Ergebnis von Ereignissen oder Transaktionen.

Sobald ein Block vollständig ist, wird eine neuer erzeugt. Die Blöcke erhalten dann eine „Prüfnummer“. Dieser wird als „Hashwert“ bezeichnet. Der Hashwert berechnet sich aus den Daten und dem Hash des vorangegangenen Blocks.

Die Datenbank wird also linear wie eine Kette erweitert. Daher kommt auch der Name „Block-Chain“.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht Peer-to-Peer-Transaktionen (Peer = Teilnehmer). Es kann also jeder mit jedem innerhalb des Netzwerks ohne einen Intermediär Transaktionen tätigen.

Blockchains weisen ein hohes Sicherheitspotenzial auf. Warum?

Die Datensätze werden mit kryptografischen Hashfunktionen vernetzt und auf vielen dezentralen Rechnern (Distributed Ledger) gespeichert.

Unter Kryptographie versteht man also das kryptographische Verfahren zur Verschlüsselung neuer Datenblöcke.

Dies garantiert die Sicherheit bei Peer-to-Peer-Transaktionen. Denn jeder Netzteilnehmende verfügt somit über eine Blockchain-Datenbank, die mit den Datenbanken der anderen Teilnehmer identisch ist.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist auch die Transparenz. Die Blocks sind öffentlich einsehbar. Da diese auch untereinander verkettet sind, sind alle bereits erfassten Datensätze stets lückenlos nachvollziehbar. Die Verkettung und dezentrale Speicherung macht auch Manipulationen einzelner Blocks unmöglich. Diese Unveränderlichkeit wird auch als Immutabilität bezeichnet.

Wird nämlich eine Information in einem Block nachträglich verändert, ändert sich auch der Code. Der Algorithmus würde nicht mehr den korrekten Hash errechnen und es erscheint eine Fehlermeldung.

Ein sicherer, automatisierter Validierungsprozess schafft Vertrauen zwischen den Parteien.

Der Blockchain-Prozess

Blockchain-Prozess-Musikfachblog

Neue Blöcke werden in einem rechenintensiven Prozess erschaffen. Dieser Vorgang nennt sich Mining. Anschließend werden die Blöcke über das Netzwerk an die Teilnehmer verbreitet.

Der Validierungsprozess

Blockchain Validierungsprozess Musikfachblog
Der Blockchain Validierungsprozess

Smart Contracts der Blockchain-Technologie

Dabei handelt es sich um Programme, die in der Blockchain gespeichert sind und nicht manipuliert werden können. Bei Eintritt bestimmter Bedingungen werden automatisch zuvor festgelegte Maßnahmen ausgeführt.

Die Bezahlung der Urhebervergütung an die Verwertungsgesellschaft, wenn ein Konsument ein Lied hört, wird dann z.B. automatisch ausgeführt.

Die Smart Contracts werden durch das Netzwerk von Computern, die Betreiber der Blockchain sind, überwacht.

Öffentliche und private Blockchain

Private und öffentliche Blockchain-Merkmale
Private und öffentliche Blockchain-Merkmale

Vor- und Nachteile einer Blockchain

  • Einfachere Verifizierung von Datenbezugspunkten
  • Automatisches Aufspüren von Schwachstellen
  • Reduzierte Kosten für die IT-Infrastruktur und Finanztransaktionen
  • Optimierung der Geschäftsprozesse (schneller, günstiger, qualitativ hochwertiger)
  • Große Datenmengen werden unternehmensübergreifend gesammelt und analysiert
  • Direkte Transaktion ohne Intermediär
  • Verbessertes Reporting
  • Dezentralisierung: Jeder Teilnehmer besitzt stets aktuelle Daten
  • Manipulationssicherheit großer Datenmengen durch Verschlüsselung und Zugriffsverwaltung
  • Ausfallsicherheit durch dezentrale Datenhaltung
  • Geringer Datendurchsatz
  • Verschlüsselung (Kryptographie) in Zukunft vermutlich nicht ausreichend sicher
  • Einschränkungen beim Speicherplatz
  • Gefahr der Fragmentierung durch Fehlen einer zentralen Instanz
  • Gewinnt theoretisch ein Teilnehmer 51% der Stimmen im Netzwerk, kann dieser jegliche Transaktionen allein verifizieren und manipulieren (z.B. Supercomputer mit mehr als 50% Rechenkraft des Netzwerks)
  • Transparenz negativ wenn nicht gewünscht
  • Berechtigungen sind schwer zu verwalten
  • Noch wenig individuelle Skalierbarkeit

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